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Welche Doktortitel gibt es?

Roter und schwarzer Hut als Sinnbild für den Doktortitel.

Doktortitel gibt es viele, aber wer braucht ihn wirklich und welche Anforderungen gehen mit einer Promotion einher? Steigen durch eine Promotion deine Karrierechancen? Diese und weitere Fragen beantwortet dieser Artikel.

Wofür steht der Doktortitel?

Oftmals wird der Titel “Frau Doktor” oder “Herr Doktor” mit einem Mediziner gleichgesetzt. Das habe ich selber schon sehr oft erlebt, wenn mein Doktortitel zur Sprache kam. “Bist du Ärztin?” oder “Sind Sie eine Kollegin?” sind Fragen, die mir sehr häufig gestellt werden.

Der Doktortitel ist aber nicht den Medizinern vorbehalten, sondern ist der höchste akademische Grad, der an einer Universität verliehen werden kann. Um den Titel tragen zu dürfen, müssen Promotionsstudenten einen originellen Beitrag zur Wissenschaft leisten. Dabei wird selbstständig eine Forschungsfrage bearbeitet. Diese ergibt sich häufig aus Themen, die im Rahmen eines Master-oder Diplomstudienganges bearbeitet wurden.

Eine Promotion kann in vielen Wissenschaften erfolgen. Dementsprechend ist die Anzahl an Doktortiteln, die an deutschen Universitäten verliehen werden, sehr groß. Es gibt jedoch Fächer, in denen besonders häufig promoviert wird.

In welchen Fächern wird am häufigsten promoviert?

Das Statistische Bundesamt hat zuletzt 2019 eine Übersicht der Promotionen in Deutschland veröffentlicht. Dort wurde bestätigt, dass vor allem in den Naturwissenschaften und in der Medizin promoviert wird.

StudiumAnzahl Promotionen 2019
Naturwissenschaften43.741
Medizin41.049
Ingenieurwissenschaften33.254
Recht-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften30.993
Geisteswissenschaften21.745

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Welches sind die wichtigsten Doktortitel?

Die Bandbreite an Studiengängen, in denen eine Promotion möglich ist, wird immer größer. Demnach sind die Doktortitel nicht mehr so übersichtlich. Die bekannten Titel Dr. med., Dr. rer. nat. und Dr. ing. werden durch etliche Kürzel ergänzt. Oder weißt du auf Anhieb, was Dr. rer. cur. oder Dr. paed. bedeutet?

Dr. med.

Dr. med. (medicinae) ist der Doktor der Medizin. Dieser Titel wird je nach Fachrichtung mit einem Zusatz versehen. Dr. med. dent. für Zahnärzte oder Dr. med. vet. für Tierärzte.

Dr. rer. nat.

Dr. rer. nat. (rerum naturalium) ist der Doktor der Naturwissenschaft. Dieser Titel wird in der Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Informatik, Geografie, Pharmazie oder Psychologie verliehen.

Dr. phil.

Dr. phil. (philospophiae) wird in den klassischen philosophischen Fakultäten verliehen. Diese beinhalten u.a. Geschichte, Philosophie, Sprachwissenschaften, Politikwissenschaften und Pädagogik.

Dr. ing.

Dr. ing. ist die Bezeichnung für einen Doktor der Ingenieurwissenschaften und international sehr hoch angesehen.

Wie erhalte ich einen Doktortitel?

Einen Doktortitel kannst du erhalten, wenn du nach dem Ende deines Master– oder Diplomstudiums ein Promotionsstudium absolvierst. Eine Ausnahme haben die Medizinstudenten. Diese können studienbegleitend ihre Doktorarbeit anfertigen. In Deutschland kannst du an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule promovieren. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, an einem Institut zu promovieren, welches mit einer Hochschule kooperiert.

Wenn die Betreuung durch einen Doktorvater oder eine Doktormutter vorhanden ist, kannst du dich an die Bearbeitung deines Promotionsthemas machen. Für eine Promotion musst du etwa fünf Jahre einplanen. Medizinstudenten benötigen häufig nur ein bis zwei Jahre. Dies ist darin begründet, dass häufig Datensätze statistisch analysiert werden.

Um den Doktortitel zu erhalten, musst du:

  • motiviert sein,
  • häufig deine wissenschaftlichen Daten publizieren,
  • eine Doktorarbeit schreiben und
  • die mündlich verteidigen.

Ist das alles geschafft, kannst du dich mit einem Doktorhut schmücken und ordentlich feiern!

Möchtest du jetzt noch wissen, ob sich dieser Aufwand für deine Karriere lohnt?

Warum sollte ich promovieren?

Der Doktortitel stellt eine Voraussetzung dar, wenn du eine wissenschaftliche Karriere anstrebst. Sicherlich kannst du auch ohne eine Promotion eine gute Anstellung finden, aber häufig werden Führungspositionen an Mitarbeiter vergeben, die einen Doktortitel besitzen.

Natürlich macht sich der Titel auch finanziell bemerkbar. Durch die Promotion hast du gezeigt, dass du selbstständig arbeiten kannst. Zudem kannst du Erfahrungen im Projektmanagement vorweisen.

Wenn du weißt, dass du gerne wissenschaftlich arbeiten möchtest, dann solltest du auf jeden Fall über eine Promotion nachdenken.

Fazit

Ich empfinde die Zeit meiner Promotion als eine sehr tolle Erfahrung. Auch wenn ich mich mittlerweile anders orientiert habe, macht es mich dennoch besonders stolz, diesen Weg eingeschlagen zu haben. Wer weiß, was die Zukunft noch bringt…

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